HEIRATEN IN DER WALLFAHRTSKIRCHE (Stand: Oktober 2010)
Für Trauungen steht die Wallfahrtskirche am Samstagvormittag und nachmittags zur Verfügung.
Der späteste Zeitpunkt für eine Trauung ist 15.00 Uhr aus Rücksicht auf die Vorabendmesse.
Es ist auch möglich in der Klosterkapelle zu heiraten, wenn die Hochzeitgesellschaft klein ist.
Dafür stehen auch nach Absprache andere Wochentage zur Verfügung.

WAS IST ZU TUN, WENN SIE HEIRATEN WOLLEN?

1. Hochzeit anmelden
Bitte melden Sie Ihre Hochzeitsanfrage frühzeitig beim Rektor des Klosters an (Pater Andreas Pohl 02653/9890-10), damit wir Ihren Termin reservieren können.

2. Gespräch mit dem Pfarrer Ihres Wohnortes
Das Brautpaar wendet sich für die Ehevorbereitung an den Wohnsitzpfarrer der katholischen Braut oder des katholischen Bräutigams. Der Ortspfarrer ist kirchenrechtlich für Sie zuständig. Er wird auch mit dem Brautpaar das sog. „Ehevorbereitungsprotokoll“ anfertigen und er kann auch einen anderen Priester für Ihre Trauung bevollmächtigen, den Sie vorher angesprochen haben. Bringen Sie für dieses Gespräch Ihr Stammbuch mit, wenn Sie es schon haben.

In diesem Gespräch muss geklärt werden, ob alle Voraussetzungen für eine Eheschließung erfüllt sind. Eine Zivileheschießung muss nach wie vor der kirchlichen Trauung vorausgehen - Ausnahmen müssen frühzeitig beantragt werden.
Dann geht es auch um das Wesen des Ehesakramentes selbst. Für das Ehevorbereitungsprotokoll müssen auch die Personalien ausgefüllt werden: Namen, Geburtstag und -ort, Staatsangehörigkeit, Konfession, Beruf, Adresse, Name und Konfession der Eltern, genaue Anschrift der Trauzeugen. In dieser Unterlage muss der Name des Priesters, der die Trauung vornehmen soll, protokolliert werden.
Wenn Sie einen eigenen Priester mitbringen, benötigt er zur Vornahme der Eheschließung eine schriftliche Bevollmächtigung durch den Rektor des Klosters. Das wird im Ehevorbereitungsprotokoll schriftlich vermerkt. Deshalb sind die Ehevorbereitungsunterlagen [Ehevorbereitungsprotokoll] rechtzeitig [d.h. spätestens 14 Tage vor der Trauung] an das Kloster Maria Martental / z.Hd. Pater Andreas Pohl SCJ / 56759 Leienkaul zu senden.

3. Aktuelle Taufscheine besorgen
Der Taufschein wird nur vom Pfarramt ihrer Taufpfarrei ausgestellt und darf nicht älter als vier Monate sein! Kopien aus Stammbüchern sind kein Ersatz. Wenn Sie im Krankenhaus getauft worden sind, müssen Sie herausfinden, in welcher Pfarrei das Krankenhaus lag. Die aktuellen Taufscheine werden dem Ehevorbereitungsprotokoll beigelegt. Im Taufschein steht auch das Datum Ihrer Firmung und es wird darin ihr Ledigenstand bescheinigt.

4. Gespräch mit dem Traupriester
Wenn der trauende Priester nicht Ihr Ortspfarrer ist und Sie für Ihre Trauung einen Pater von uns wünschen, setzen Sie sich bitte zuerst mit ihm in Verbindung und machen Sie einen Termin mit ihm ab. Sie brauchen seinen Namen, damit Ihr Ortspfarrer ihn in dem Ehevorbereitungsprotokoll vermerkt und ihn für die Trauung beauftragt. Im Gespräch geht es um die Vorbereitung der Liturgie.

5. Eucharistiefeier oder ein feierlicher Wort-Gottesdienst?
Bedenken Sie, dass die Eucharistiefeier nur dann einen Sinn macht, wenn die Brautleute und die anderen Gäste das Geheimnis dieses Sakramentes nachvollziehen können. Wenn man voraussehen kann, dass die Eucharistiefeier den meisten fremd ist und sie sich mit ihren Gebeten und Gesängen daran nicht beteilen können und damit überfordert sind, raten wir lieber einen feierlichen Wort-Gottesdienst zu feiern.
Bei Trauungen konfessions- und religionsverschiedener Paare wird in der Regel ein Wortgottesdienst und keine Hl. Messe gefeiert.

Liturgische Texte
Wir bitten Sie zu bedenken, dass zu den Lesungen bei Ihrer Trauung ausdrücklich Texte aus der Hl. Schrift sein müssen. Dazu gehört eine Lesung aus dem Alten oder Neuen Testament und immer auch eine Stelle aus dem Evangelium. Texte nach der Art wie der „Der kleine Prinz“ oder andere anrührende Geschichten – mögen sie noch so interessant sein - können die Hl. Schrift nicht ersetzen. Sie können an irgendeiner anderen Stelle eingebunden sein aber nicht an Stelle der biblischen Lesungen.

6. Musikalische Gestaltung
Zu einem feierlichen Gottesdienst gehören Musik und Gesang. Ob Sie Orgel, Keyboard oder Chorgesang bevorzugen, hängt von Ihrem Geschmack ab. Es sollen aber ausdrücklich sakrale Lieder sein oder Musik mit sakral-meditativem Hintergrund. Motive aus der Pop-Szene passen nicht zu einer kirchlichen Trauung und werden abgelehnt (z.B. „Yesterday“, „Don’t cry for me Argentina“ und ähnliche). Bei der Auswahl der Lieder kommt es darauf an, dass die Anwesenden die Lieder kennen. Nichts ist schlimmer, als wenn die Orgel spielt und niemand singt mit.
Im Zusammenhang mit der Musik stellt sich die Frage, ob ein eigenes Textheft gestaltet werden soll. Viele Brautpaare machen das als Erinnerung für sich und die Hochzeitsgäste. In diesem Heft werden alle Lieder und Lesungstexte abgedruckt, vielleicht noch ein Gruß- oder Dankeswort des Brautpaares.

7. Fotografieren
Fotografieren während der Trauung ist grundsätzlich erlaubt. Der Fotograf soll aber die Sensibilität haben und darauf achten, dass die Würde der Liturgie nicht gestört wird. Wir bitten keine Fotos während der Lesungen, während der Predigt und während der Hl. Wandlung zu machen, weil es sehr störend ist.

8. Das Familienstammbuch
des Brautpaares sollte vor der Trauung - am besten schon bei einem Vorgespräch - abgegeben werden. Nach der Trauung geben die Trauzeugen ihre Unterschrift. Im Familienstammbuch des Brautpaares wird schließlich durch das Pfarramt die kirchliche Eheschließung eingetragen. Das Stammbuch kann nach Absprache zu den Bürozeiten an der Klosterpforte abgeholt werden (Mo und Fr 9.00 - 12.00 und 14.00 – 16.00 Uhr)

9. Gebühren
Bedenken Sie bitte, dass für Ihre kirchliche Hochzeitsfeier auch Kosten entstehen und unsere Wallfahrtskirche aus Spenden unterhalten wird. Wir erheben darum eine Gebühr von 100,-€ darin sind die Energiekosten, die Kirchenreinigung und das Honorar für unseren Küster eingeschlossen. Brautpaare aus unserer Pfarrvikarie Leienkaul sind davon ausgenommen.
10. Blumenschmuck
Der Blumenschmuck muss vom Brautpaar selbst bestellt werden. Eine Absprache mit den anderen Brautpaaren, die evtl. am selben Tag heiraten, ist empfehlenswert. Das Aufstellen von Blumengestecken empfiehlt sich vor dem Lesepult, vor dem Kreuz am Tabernakel und vor dem Altar.

11. Sektempfang auf dem Kirchplatz
Ein Sektempfang vor der Wallfahrtskirche im Anschluss an die Traufeier muss vorher ausdrücklich von uns genehmigt sein, damit nachfolgende Gottesdienste nicht gestört werden!

Wenn Sie weitere Fragen haben oder einen Termin vormerken wollen, dann können Sie uns unter folgender Adresse erreich:

Kloster Maria Martental
56759 Leienkaul
Tel.  02653/9890-0
Fax: 02653/9890-19
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!