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Ruine der Achatiuskapelle von 1738
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Martental bedeutet Tal der Märtyrer. Nachweislich führten oben auf den Höhen römische Straßen entlang, allerdings nicht hinunter ins Tal. Eine Erklärung vermutet ein Strafgefangenenlager hier im Tal, wo in der Zeit der Christenverfolgung römische Soldaten und Beamte, die sich dem Christentum angeschlossen hatten, ihr Leben gelassen haben. Nachweislich wurden römische Münzen bei Ausgrabungen im Bereich der alten Kirche gefunden. Auch die Wahl dieser Ortes für die frühe Klostergründung gibt dem Ortsnamen recht und bekräftig die Vermutung, dass hier im Tal frühe Christen für ihren Glauben gestorben sind. |
| Die erste urkundliche Erwähnung ist ins Jahr 1141 datiert. Der Kölner Erzbischof Arnold schenkte den Brüdern in Martental, die dem Augustinerkloster Springiersbach unterstellt waren einen Weinberg bei Cochem. Um 1200 zogen Augustinerinnen ein, die über 300 Jahre hier lebten. 1523 wurde ihr Kloster wegen Verarmung und Nachwuchsmangel aufgehoben. In der Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts kam die Pieta, die heute im Mittelpunkt der Wallfahrt steht, nach Maria Martental. Sie wird verehrt unter dem Titel ,,Königin der Märtyrer im Tal der Märtyrer'' Als die Herz-Jesu- Priester 1927 das Kloster übernahmen, gab es nur noch die Ruine der alten Wallfahrtskirche. Am 6. Mai 1934 fand die ,,erste große Dekanatswallfahrt der Neuzeit'' nach Maria Martental statt. Noch im gleichen Jahr konnte dank der tatkräftigen Mitarbeit der Bevölkerung der Bau einer neuen Wallfahrtskirche begonnen werden. |

Pilgerandacht am Außenaltar der neuen Kirche 1935
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Zur Benediktion am 15. September 1935 durch Weihbischof Fuchs kamen 20.000 Pilger, zur großen Diözesanwallfahrt mit Bischof Bornewasser am 3. Mai 1936 waren es sogar 30.000 Gläubige. In den Jahren 1973 und 2006 wurde die Wallfahrtskirche erweitert und umfangreich renoviert.Tausende Pilger kommen jährlich zum Gnadenort. Ein Höhepunkt im Wallfahrtsjahr ist die Festwoche um den 15. September.
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1935 Kirchweihe mit Weihbischof Fuchs
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