kircheKloster Maria Martental

Maria Martental schaut auf über 800 Jahre Gebetstradition zurück.
In einer der frühesten urkundlichen Erwähnungen im Jahre 1141 werden Brüder genannt, die zur Augustiner Chorherrenabtei Springiersbach gehörten.
Bald darauf wurde das Kloster von Ordensfrauen bezogen. Die Augustinerinnen haben rund 400 Jahre hier gelebt, gebetet und gearbeitet. Nach der Aufhebung im Jahre 1523 wurde das Kloster Priorat von Springiersbach. Über 100 Jahre hinweg lebten auch einige Einsiedler bei der Kapelle im Tal. 1802 wurde der Klosterbesitz enteignet und zunächst französicher später preußischer Staatsbesitz. Der Redemptoristenpater Josef Tillmanns war 1904 mit ein paar Brüdern nach Martental gekommen, um eine Kongregation mit sozialem Auftrag zu gründen. Er gab ihr den Namen "Gesellschaft von der göttlichen Liebe". Im Jahre 1905 konnte er den alten Martentaler Hof erwerben. Auf dem Gelände bauten P. Tillmanns und seine ersten Brüder das neue Kloster.
An Lichtmess 1909 wurde in der Hauskapelle des neuen Klosters die erste Hl. Messe gefeiert. Ein gutes Jahrzehnt hat diese Gemeinschaft segensreich gewirkt. P. Tillmanns starb am 3. Mai 1918 im Alter von 50 Jahren, zu früh, um ein gefestigtes Werk zu hinterlassen. Seinen Erben hatte er als Vermächtnis auferlegt, dafür zu sorgen, dass Martental, dem er den Namen Maria Martental gegeben hatte, Kloster bleibe.
1927 übernahmen die Herz-Jesu-Priester das Kloster und belebten ab 1934 die Wallfahrt neu. Bis in die 70er Jahre war auch das Noviziat der Ordensgemeinschaft im Kloster beheimatet. Die Klostergemeinschaft widmet sich heute dem Dienst an den Pilgern und Besuchern des Wallfahrtsortes. Darüber hinaus übernehmen die Patres die Seelsorge in einigen umliegenden Pfarreiengemeinschaften und im Bildungs- und Pflegeheim St. Martin Düngenheim.

Klostergebäude 1910

Klostergebäude 1910

Klostergemeinschaft 1961

Klostergemeinschaft 1961

Klosterkapelle

Mosaik "Nachfolge Christi" im Kloster