Kloster

kircheKloster der Herz-Jesu-Priester

Maria Martental schaut auf eine 800 Jahre andauernde Klostertradition zurück. 1927 übernahmen die Herz-Jesu-Priester das Kloster und belebten ab 1934 die Wallfahrt neu. Bis in die 70er Jahre war auch das Noviziat der Ordensgemeinschaft im Kloster beheimatet. Die Kloster- gemeinschaft zählt heute 10 Ordensleute, die sich dem Dienst an den Pilgern und Besuchern des Wallfahrtsortes widmen. Darüber hinaus übernehmen die Patres die Seelsorge in einigen umliegenden Pfarreiengemeinschaften und im Bildungs- und Pflegeheim St. Martin Düngenheim. Vorgeschichte: Vom Klostergut wissen wir aus dem Jahre 1141, dass dort Brüder waren, die der Augustiner Chorherrenabtei Springiersbach unterstellt waren. Schon bald kamen Ordensfrauen nach Martental, auch unter der Leitung Springiersbachs. Die Augustinerinnen haben rund 400 Jahre hier gelebt, gebetet und gearbeitet. Nach der Aufhebung im Jahre 1523 wurde das Kloster Priorat von Springiersbach und schließlich wurde der Klosterbesitz durch die Säkularisation Staatsbesitz. Der Redemptoristenpater Josef Tillmanns war 1904 mit ein paar Brüdern nach Martental gekommen, um eine Kongregation mit sozialem Auftrag zu gründen. Er gab ihr den Namen "Gesellschaft von der göttlichen Liebe". Im Jahre 1905 konnte er den Martentaler Hof (heute Jugendhof) erwerben. Auf dem Gelände des Hofes bauten P. Tillmanns und seine ersten Brüder ihr Kloster. An Lichtmess 1909 konnte er in der neuen Hauskapelle die erste Hl. Messe feiern. Ein gutes Jahrzehnt hat seine Kongregation segensreich gewirkt. P. Tillmanns starb am 3. Mai 1918 im Alter von 50 Jahren, zu früh, um ein gefestigtes Werk zu hinterlassen. Seinen Erben hatte er als Vermächtnis auferlegt, dafür zu sorgen, dass Martental, dem er den Namen Maria Martental gegeben hatte, Kloster bleibe. Für den Fortbestand des Klosters und den Wiederaufbau des Wallfahrtsortes sorgten nun die Herz-Jesu-Priester, die am 1. Juli 1927 das Kloster übernahmen.

Klostergebäude 1910

Klostergebäude 1910

Klostergemeinschaft 1961

Klostergemeinschaft 1961

Klosterkapelle

Mosaik "Nachfolge Christi" im Kloster