Bischof José Antônio do Couto - 4. Bischof der Diözese Taubaté / SP in Brasilien

Am 5. Juni 1974, ernannte Papst Paul VI. José Antônio do Couto SCJ zum Bischofs Koadjutor mit dem Recht der Nachfolge und der Aufgabe, den Diözesanbischof in der gesamten Regierung der Diözese zu helfen.

José Antônio do Couto wurde em Formiga/MG, am 1. November 1927 als Sohn von Joaquim Antônio Do Couto und Rita da Conceição geboren.
Am 28. Januar 1944, trat er in das kleine Seminar der Herz-Jesu-Priester  in  Lavras/MG ein, wo er bis 1946 blieb. Er führte seine Studien im Seminar des Heiligsten Herzens Jesu in Corupá und in Brusque fort, beide in Bundesstaat Santa Catarina. 1953 wurde er zum Theologiestudium an der Päpstlichen Universität Gregoriana nach Rom geschickt. Am 1. Juli 1956 wurde er zum Priester geweiht, feierte seine erste Messe am 2. Juli 1956, in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom. Lizentiat in Theologie (1957) und Moraltheologie (1959) an der Akademie Alfonsiana in Rom, Doktorat in Moraltheologie, Universität Urbaniana in Rom (1960).

Nach Brasilien zurückgekehrt im selben Jahr, nahm er seinen Wohnsitz in Taubaté. Als Priester hatte er folgende Tätigkeiten inne: Professor für Moraltheologie und Kanonisches Recht am Theologischen Institut Herz-Jesu-Priester; Rektor des Klosters (1965-1968); Provinzrat (1966-1974); Mitglied der Kommission zur Überarbeitung der Satzungen der Kongregation; Delegat der südbrasilianischen Provinz beim XVI. Generalkapitel (1973); Pfarrvikar der neu errichteten Pfarrgemeinde Sagrado Coração de Jesus , Direktor der Ausbildungskurse Theologie für Laien und für den ständigen Diakonat. Am 5. Juni 1974 wurde er von Papst Paul VI. zum Titularbischof von Carini und Koadjutor von Erzbischof Francisco Borja do Amaral ernannt. Bischof Couto wurde am 18. August 1974 in der Kathedrale von Taubaté zum Bischof geweiht. Am 4. Mai 1976 im Alter von 78 Jahren reichte Dom Francisco Borja dem Heiligen Stuhl sein Rücktrittsgesuch ein, das kurz darauf angenommen wurde. Am 5. Mai 1976 übernahm Bischof José Antônio Couto, als Bischof Koadjutor die Diözese Taubaté als vierter Diözesanbischof.

Als Bischof hatte er große Sorgen mit der pastoralen Wirklichkeit der Diözese und ihrer Ausrichtung. Er setzte die Strukturierung und Organisation der Pastoral der Kirche von Taubaté fort und entwarf diözesane Leitlinien und Normen der Pastoral sowie Richtlinien für die Katechese (1978). Während seiner Amtszeit gründete er die Diözesanversammlung zur Jugend Pastoral und erarbeitete den ersten und zweiten Jahresplan für die Jugendarbeit (1977-1978 und 1978-1979) und die Woche der Familien (1976 bis 1978).
Auch als er unter den Folgen eines Schlaganfalls litt, kämpfte Dom Couto aktiv für die Errichtung eines neuen Bistum São José Dos Campos durch die Ernennung der Vorbereitungskommission der neuen Diözese (1979), deren Arbeit zur Gründung der neuen Diözese am 30. Januar 1981, durch das Apostolische Schreiben "Qui in Beati Petri" Papst Johannes Paul II. führte.

Am 28. Dezember 1979 erlitt er einen Schlaganfall, der schwere Folgen nach sich zog, so dass er dem Heiligen Stuhls sein Rücktrittsgesuch als Diözesanbischof übermittelte. Am 7. August 1981, teilte der Apostolische Nuntius Dom Carmine Rocco mit, dass sein Antrag auf Verzicht von Papst Johannes Paul II. angenommen wurde. Zu seinem Nachfolger wurde Bischof Antônio Afonso de Miranda, Bischof von Campanha, ernannt.
Seit dem 3. November 1981 an wohnte Dom Couto im Kloster der Herz-Jesu-Priester, im Stadtteil Vila São Geraldo. Nach 18 Jahren Krankheit starb er am 30. Juli 1997 und wurde auf dem Klosterfriedhof begraben wurde. (In der Vorbereitung des Seligsprechungsprozesses wurden seine sterblichen Überreste in die Kathedrale übertragen.) Sein Episkopat war geprägt von großer pastoraler Fürsorge, durch Heiligkeit in Ausübung der bischöflichen Funktionen, durch Demut und Einfachheit.
Gemäß seinem Wahlspruch: NON MINISTRARI SED MINISTRARE - nicht um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen.